Kaffeebohnen besitzen von natur aus relativ wenig Geschmack. Das Aroma entfaltet sich erst in der Röstung. Dabei entscheidet die Länge und Temperatur der Röstung ebenso wie das Fachwissen des Röstmeisters und die Qualität des Rohkaffes.
Die klassische Kaffeeröstung gliedert sich in sechs verschiedene Röststufen:
Die helle Röstung, sie wird auch die Zimtröstung genannt. Dabei werden die Kaffeebohnen nur auf 218°C erhitzt und erhalten so zwar einen etwas säuerlichen aber nicht so bitteren Geschmack wie stärker geröstete Bohnen.
Die mittlere Röstung – auch amerikanische Röstung – erhitzt die Bohnen auf 220°C, zudem dauert die Röstung länger als bei der hellen Zimtröstung. Dadurch bekommen die Bohnen eine Farbe, die an das helle Braun der Kastanien erinnert.
Starke Röstung, oder auch helle französische oder wiener Röstung erhitzt die Bohnen auf 222°C und dauert noch einmal länger als die amerikanische Röstung. Durch die höhere Temperatur tritt das Öl der Bohne an die Oberfläche und verleiht der Bohne einen tollen Glanz.
Doppelte Röstung, oder Continental-Röstung, röstet mit 223°C-224°C und länger als bei der starken Röstung. Dadurch wird ein dunkleres braun sowie ebenfalls der Glanz auf der Bohne erreicht.
Espresso Röstung, die Spanische Röstung, erhitzt die Bohnen auf 225°C und dauert länger als die Doppelte Röstung. Dadurch bekommen die Bohnen eine sehr dunkle, bis hin zur schwarzen Farbe. Durch mehr austretendem Fett aus der Bohne wird ein starker Glanz erreicht.
Der Kaffee ist dabei eher bitter, beinhaltet aber weniger Säure als eine helle Röstung und ist dadurch erheblich verträglicher und magenfreundlicher.
Torrefacto Röstung, oder spanische Röstung, mischt während des Röstvorgangs Zucker hinzu. Dies reduziert die Bitterkeit, als auch die Säure der Bohnen und wird gerne in spanischen Kaffeemischungen eingesetzt.